Vitrine 12

Experimentelle Archäologie – Forschen durch Ausprobieren

Archäologie ist mehr als Graben, Funde einsammeln und analysieren. Oft geben Objekte erst durch Anwendungsversuche ihr Geheimnis preis. Zusammenhänge lassen sich besser verstehen, wenn die Funde experimentell unter die Lupe genommen werden. Wie entstand ein Artefakt? Welche Funktion hatte es? Wie könnten die Gebrauchsspuren entstanden sein? Wie lange dauert es, einen Baum mit einem Steinbeil zu fällen? Wie können aus Feuersteinknollen scharfe Werkzeuge geschlagen werden? Eignen sich Schuhe aus Lindenbast für Alpenüberquerungen? Diese und ähnliche Fragen zu beantworten, ist Aufgabe der experimentellen Archäologie.

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Nachbildung einer Klinge | Feuerstein | hergestellt von M. Kutschera aus einer Feuersteinknolle vom Nordseestrand | 2018 | APM

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Ötzis Schuhe

Innenschuh mit Netz aus Lindenbastschnüren

Außenschuh: Hirschfell

Sohle: Bärenfell, Fellseite nach innen

Antirutschriemen an der Sohlenunterseite: Rindsleder

Innenfutter: Heu

Foto: Südtiroler Archaeologiemuseum

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Nachbildung von Ötzis Schuhen | Lindenbast, Leder | A. Reichert | 2000 | APM

4

Nachbildung eines steinzeitlichen Beils mit Flügelholm | Esche und Aphanit | hergestellt von C. Maise | 1996 | APM

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Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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