Grabbeigaben
für die letzte Reise
Bestattungen in der Bronzezeit folgten unterschiedlichen Riten. Große Grabhügel mit Ganzkörperbestattungen hochgestellter Personen in hölzernen Hütten oder Grabkammern zählen allein wegen ihrer Größe und Auffälligkeit zu den häufigeren Funden. Weniger gut zu lokalisieren sind die einfachen Erdgräber der durchschnittlichen Bevölkerung mit vereinzelten Beigaben wie Schmuck oder Werkzeuge. Entsprechend sind Brandgräber mal reicher, mal schlichter ausgestattet. Nach der Verbrennung der Verstorbenen auf dem Scheiterhaufen, fand manchmal nur eine kleine Urne mit wenig menschlicher Asche und Schmuck den Weg in ein Grab. Ein anderes Mal sind auch die verbrannten Reste von Wagen, Geschirr und Rüstung, von Nahrungsmitteln, Pferden oder sogar Importgegenständen von zeitgleichen Kulturen jenseits der Alpen nachzuweisen. Die hier nachgestellte Szene zeigt die Vorbereitung einer Prunkbestattung unter Berücksichtigung historischer Quellen.