Bronzegießerei
Ein neues Zeitalter

Etwa 2300 v. Chr. erweiterten die Menschen ihr Wissen in der Metallurgie. Sie entdeckten, dass Kupfer unter Beimischung von Zinn wesentlich härter und widerstandsfähiger wird. Plötzlich war es möglich, ganz neue Geräte und Waffen herzustellen. Das Kupfer stammte aus den Alpen, das Zinn aus England. In Holzkohleöfen mit Temperaturen von 1100°C schmolzen die Bronzegießer Kupfer zusammen mit etwa 10 Prozent Zinn zu Bronze. In Formen aus Sandstein und Ton gossen sie Beile, Sicheln, Pfeil- und Lanzenspitzen, Messer und sogar lange Schwerter. Das Bronzezeitalter begann. Es löste die Kupfersteinzeit ab. Werkzeuge aus Stein waren out, Bronze war das Material der Stunde. Goldglänzender Schmuck – Hals- und Armreife, Ringe, Haarnadeln, Fibeln – kam in Mode und wurde in Serie hergestellt. Schöne Verzierungen ließen sich mit Punzen anbringen. Der Handel blühte auf. Und besondere Gegenstände, wie prunkvolle Helme und Schwerter wurden zu Statussymbolen. Bronzeobjekte vom Bodensee waren in ganz Europa beliebt.

Haustyp:

Einräumiges bronzezeitliches Blockbauhaus (ca. 1000 v. Chr.), Wände aus Moorkiefer.

Rekonstruiert:

1931/1977, auf Basis von Ausgrabungen in der „Wasserburg Buchau“, Federseemoor, 1921 – 1937.

Die Mischung machts

Sie glänzt wie Gold und lässt sich gut verarbeiten: Bronze.

Und sie war so wertvoll, dass sie einer ganzen Epoche ihren Namen gab.

In der Bronzezeit entdeckten die Menschen, dass geschmolzenes Kupfer zusammen mit etwas Zinn eine perfekte Mischung ergibt. Je mehr Zinn, desto härter die Bronze. Für Schmuck genügten auf 100 g Kupfer 5 g Zinn. So konnten Hals- oder Armreife in Form gebogen und mit feinen Verzierungen versehen werden. Schwerter oder Beile

dagegen mussten viel härter und widerstandsfähiger sein. Sie benötigten einen doppelt so hohen Anteil an Zinn.

Was für einen Gegenstand würdest du dir aus Bronze gießen?

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee
Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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