Hirtenhaus
Tiere hüten – eine wichtige Aufgabe
In einer bäuerlichen Gemeinschaft gehörten Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen zum wertvollsten Besitz. Da sich die Herden aber selten im Dorf befanden, sondern im Wald oder auf Weiden, sorgten dort Hirten Tag und Nacht für den Schutz vor wilden Tieren und Viehdieben, ausgerüstet mit Pfeil und Bogen, Speeren, Schleudern und Wurfhölzern. Hirtenhunde waren ihre ständigen Begleiter, die Signalpfeife war immer griffbereit. Zur täglichen Aufgabe der Hirten gehörte auch das Melken der Kühe, Schafe und Ziegen. Die gewonnene Milch verarbeiteten sie unter Beimischung von Lab aus Ziegenmägen zu Quark und Käse. Gesalzen und verfeinert mit frischen Kräutern, dienten die fertigen Käseprodukte den Hirten nicht nur zum Verzehr, sondern auch als Tauschmittel für andere Lebensmittel. Neben der Milch lieferten die Tiere mit Wolle und Häuten die Grundlage für Kleider wie Hemden, Jacken, wetterfeste Hirtenmäntel, Schuhe und Mützen. Aus Weiden wurden Körbe geflochten.
Dem Hirtenhaus ähnliche Häuser bewohnten auch die Familien der Fischer, Jäger, Töpfer, Holzhandwerker und Weber. In der Bronzezeit kamen die ersten Berufe auf. Doch hier wurde nicht nur gearbeitet. War die Pflicht getan, blieb noch Zeit, mit Hirtenflöten aus Holunder, Kuhhörnern oder Trommeln zu musizieren.
Haustyp:
Einräumiges bronzezeitliches Haus (ca. 1050 v. Chr.) Wände aus geflochtenen,
mit Lehm verputzten Zweigen.
Rekonstruiert:
1931/1977, auf Basis von Ausgrabungen in der „Wasserburg Buchau“, Federseemoor, 1921 – 1937.
Aus Milch wird Käse
In der Bronzezeit lebten die Kühe, Schafe und Ziegen fast das ganze Jahr
über im Wald oder auf der Weide. Hirten beschützten die Herden vor
wilden Tieren wie Bären oder Wölfen, aber auch vor Viehdieben.
Die Milch der Tiere verarbeiteten sie zu leckerem Käse. In speziellen Tongefäßen mit
großen Löchern pressten sie überschüssige Flüssigkeit heraus und den Käse in Form.
Die Kinder begleiteten die Hirten und halfen mit.
Hast du die Siebgefäße schon entdeckt?