Schweine
Allesfresser im Dorf
Unter den Häusern, zwischen den Palisaden, an den Landestellen – überall tummelten sich Schweine. Wenn die Hirten sie nicht gerade zur Nahrungssuche in den Uferwald oder auf die abgeernteten Äcker getrieben hatten, ernährten sie sich von den Abfällen der Dorfgemeinschaft. Wie die Schafe und Rinder waren sie kleiner als heutige Hausschweine, auch magerer und hochbeiniger. Im Vergleich zu ihren wildlebenden Verwandten hatte sich die Schnauze etwas zurückgebildet. In einigen Siedlungen, wie Unteruhldingen und der Wasserburg Buchau, kam es aber offensichtlich auch zu rückläufigen Entwicklungen: Durch die intensive Waldweide paarten sich Hausschweine mit Wildschweinen, was wiederum Rückenkämme und Widerristhöhen von 85 Zentimetern und mehr zur Folge hatte. Die Rekonstruktionen im Gehege dieses Hauses gehen auf archäologische Befunde solcher Kreuzungen zurück.