Webstuhl
Kleidung selbst gemacht

Lein war aus zweierlei Gründen ein wichtiger Rohstoff: Die ölreichen Samen trugen zu einer ausgewogenen Ernährung bei, während die aufgebrochenen und fein gesponnenen Fasern die Grundlage für qualitätvolle und hautverträgliche Kleidung bildeten – von der Windel bis zum Kleid.

Der Stand- oder Gewichtswebstuhl ermöglichte die Produktion von bis zu einem Meter breiten Stoffbahnen. Dabei hingen die sogenannten Kettfäden senkrecht herunter und waren an ihrem unteren Ende mit Webgewichten aus Ton beschwert. Mit dem Schiffchen wurde der Schussfaden waagerecht zwischen den Kettfäden hindurchgeführt und mithilfe des Webschwerts festgeklopft. Mit jedem Hin und Her des Schussfadens wuchs der Stoff bis auf die gewünschte Länge.

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee
Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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