Pfahlbauten in aller Welt
In allen Ländern der Erde gibt es heute noch Pfahlbauten. Etwa überall dort, wo die Häuser von Überschwemmungen oder Erdbeben bedroht sind. Auch als Luxuswohnungen oder Slumsiedlungen sind sie bekannt. Pfahlbauten sind eine Lösung für Extremsituationen in der Antarktis oder im Urwald. Selbst im Meer und in urbanen Zentren werden sie gebaut. Vielleicht sind Pfahlbauten in Zeiten des Klimawandels und wachsender Weltbevölkerung sogar ein zukunftsfähiges und nachhaltiges architektonisches Konzept.
Haben Sie vielleicht schöne Fotografien von modernen Pfahlbauten?
Dann senden Sie uns diese unter dem Kennwort „Pfahlbauten in aller Welt“ an mail@pfahlbauten.de.
Wir prämieren jährlich das schönste Pfahlbaubild!
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SULAWESI | Pfahlbau mobil
In Indonesien und auf den Philippinen ist es Brauch, Pfahlbauhäuser bei Bedarf zu versetzen. Diese Tradition wird auf den Philippinen Bayanihan genannt. Wenn ein Haus einen neuen Standort innerhalb des Stammesgebietes benötigt, weil er ein besseres Auskommen für dessen Bewohner verspricht, hilft die ganze Dorfgemeinschaft mit.
Foto: W. Imber
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MALAYSIA | Im Wasser
Die südostasiatischen Bajau sind seit jeher mit dem Meer verbunden. Sie leben als Seenomaden, betreiben Fischfang und Handel. Ihre Behausungen setzen sie an wechselnden Standorten auf Stelzen ins Wasser.
Foto: cn0ra |alamy
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NEUGUINEA | Im Urwald
Ein Großteil der auf der Insel Neuguinea ansässigen Ureinwohner lebte noch bis vor Kurzem ein von der Moderne weitgehend unberührtes „Steinzeitleben“. Kriegerische Auseinandersetzungen und Kopfjagden waren ein Grund, in geschützter Lage hoch über dem Erdboden zu siedeln.
Foto: A. Gudkov | shutterstock
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THAILAND | Im Reisfeld
In Thailand stehen Pfahlbauten in unmittelbarer Nähe zu den Ackerflächen. Sie dienen oft als Speicher für die Vorratshaltung und schützen so das Erntegut vor Feuchtigkeit, Tieren und Schädlingen.
Foto: RooM the Agency | saravutvanset | alamy
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BENIN | An der Wasserstraße
Die Pfahlbausiedlung Ganvié liegt im Lac Nokoué in einer ausgedehnten Lagune. Ursprünglich kamen die Bewohner aus dem Hinterland des Sees. Den Neuankömmlingen wurde das wenig attraktive Überschwemmungsgebiet zwischen Ackerflächen und Meer zugewiesen. Die Lebensgrundlage bilden bis heute Fischfang und Handel auf Wassermärkten. Früher bot der Standort zudem einen gewissen Schutz vor Sklavenjägern. Heute leben etwa 25 000 Menschen in dem größten Wasserdorf Afrikas.
Foto: C. Hopkins | alamy
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BRASILIEN | Im Slum
Die Armut zwingt Menschen in dicht besiedelten Großstädten in Slums. Randgebiete entlang von Gewässern außerhalb der städtischen Infrastruktur werden aus der Not heraus genutzt. Aus gesammeltem und recyceltem Baumaterial entstehen ganze Siedlungen – ohne Strom und Wasseranschluss.
Foto: J. Wiedel Photolibrary | alamy
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USA | Den Fluten zum Trotz
Tropenstürme und Hochwasserkatastrophen in Flussniederungen wie hier bei New Orleans haben Bewohner veranlasst, ihre Häuser über die Gefahrenzone zu heben.
Foto: E. Cowand Jr. | shutterstock
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USA | Aus dem 3D Drucker
Jahrtausendelang wurden Pfahlbauten aus natürlich gewachsenen Materialien wie Holz, Bambus oder Kokospalmen errichtet. Heute entstehen sie bisweilen auch mithilfe von 3D-Druckern aus Beton.
Foto: Hannah Design Office
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AUSTRALIEN| Bessere Aussichten
Der Blick vom Ufer reicht weit. Allein die Erdkrümmung schränkt die Sicht ein. Doch jeder Meter in die Höhe ist ein Gewinn: Liegt der Horizont bei zwei Höhenmetern in fünfeinhalb Kilometern Entfernung, sind es bei sechs Metern bereits 9,6 Kilometer. Glücklich also, wer auf Stelzen baut.
Foto: A. Cimbal | shutterstock
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JAPAN | Modern und erdbebensicher
Im dicht besiedelten und erdbebengefährdeten Japan wird eine neue Architektur mit flexiblen Stützpfählen erprobt. Der Freiraum unter dem Haus kann als Spielplatz oder Garten genutzt werden.
Foto: T. Yano
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ANTARKTIS | Im ewigen Eis
Hydraulisch verstellbare Stahlstelzen auf Skiern ermöglichen das sichere Forschen und Arbeiten unter Extremsituationen. Meterhohe Schneeverwehungen und wandernde Eisplatten können der deutschen Forschungsstation Neumayer III nichts anhaben. Das Gebäude kann horizontal und vertikal an die wechselnden Umweltbedingungen angepasst werden.
Foto: Alfred-Wegener-Institut
Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung