Pfahlbauten
Über 100 Jahre alt

Im Jahr 1922 hatten 54 Frauen und Männer um den örtlichen Bürgermeister und Pfahlbauforscher Georg Sulger und dem Überlinger Landrat Hermann Levinger eine Idee: Sie wollten ein lebendiges Freilichtmuseum auf Pfählen nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Ausgrabungen zwischen 1871 und 1920 am Bodensee und am Federsee gründen. Ein großes Wagnis, aber auch eine großartige Vision, die bis heute nachwirkt.

Zahlreiche Funde aus Stein, Ton und Knochen sollten die stummen Schauvitrinen der Bodensee-Sammler verlassen und in einem lebensecht rekonstruierten Pfahlbaudorf großen und kleinen Gästen auf anschauliche und nachvollziehbare Weise ihre Geschichte erzählen. Die Belebung des Tourismus am See würde ganz nebenbei erfolgen. Was heute unter der modernen Bezeichnung „Crowdfunding“ bekannt ist, funktionierte damals schon ganz gut: Zum Kauf angebotene Anteilscheine sorgten für die nötige Anschubfinanzierung.

Und so stehen die ältesten Häuser des Pfahlbaumuseums bereits seit über 100 Jahren. Längst haben sie ihre eigene spannende Geschichte geschrieben. Erleben Sie die Gründerzeit der Pfahlbauten von Unteruhldingen in einer Sonderausstellung in historischem Ambiente.

Haustyp:

Zweiräumiges Pfahlbauhaus mit Lehmflechtwänden und Schilfdach.

Rekonstruiert:

1922, auf Basis der Ausgrabungen in Schussenried-Riedschachen des Urgeschichtlichen Forschungsinstitutes Tübingen 1919–1920.

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee
Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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