Alltagsgeschirr
Mal grob mal fein
Die Pfahlbaumenschen unterschieden zwischen Ess- und Kochgeschirr. Und das hatte nicht nur ästhetische Gründe. Schalen und Krüge waren oft fein gearbeitet und mit aufwendigen Verzierungen versehen, die Oberflächen glattgezogen und poliert. Das Kochgeschirr dagegen war rau und die Tonmasse nur grob verstrichen. Die Wände waren dicker und mit kleinen Stücken verwitterten Gesteins versetzt. Das hatte den Vorteil, dass die Töpfe nicht so leicht aus der Hand glitten. Das Tuch als Schutz vor der Hitze des Herdfeuers, blieb an der griffigeren Oberfläche hängen.
Gekocht wurde mit zwei Methoden: direkt über dem Herdfeuer, oder indirekt mithilfe von heißen Kochsteinen, die wie ein Tauchsieder in die zu wärmende Suppe oder Brühe gelegt wurden. Experimente haben gezeigt, dass grobes Kochgeschirr für beide Methoden geeignet ist. Während feiner gearbeitete Töpfe der indirekten Methode weniger gut standhalten.