Schnüre
Alles fest gezurrt

Pflanzenfasern, Baumbaste, Lederstreifen und Tiersehnen hatten von Natur aus keine hohe Festigkeit. Damit sie nicht reißen, mussten sie gezwirnt werden. Egal ob sehr feine Fasern, wie die der Brennnessel, grobe Streifen aus Baumbasten, oder Lianen aus dem Wald, der Vorgang war immer der gleiche: Die einzelnen Stränge wurden ineinander verdreht, damit stabile Schnüre oder Seile entstanden. Und die waren fast überall nötig – für die Konstruktion der Häuser, zum Anbinden der Tiere, als Bogensehnen oder als schicker Gürtel zum Festbinden der Hosenbeine.

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee
Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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