Fallbeispiel:
Unteruhldingen-Stollenwiesen, Haus 5
Wie sieht ein Haus von innen aus?
Wie für die Rekonstruktion der Architektur des Hauses, wurden für den Innenausbau die Forschungsergebnisse vergleichbarer Pfahlbauhäuser herangezogen – eine Feuerstelle der Wasserburg Buchau am Federsee, oder die Verzierung eines Giebels aus Schirndorf in Bayern.
Feuerstelle: Wasserburg-Buchau
Verzierte Giebelansichten: Schirndorf, Bayern
Kappe: Salzbergwerk Hallstatt
Mütze: Salzbergwerk Hallstatt
Stabverzierung: Zürich, Mörigen, Schweiz
Webgewicht: Wasserburg-Buchau
Bronzeanhänger: Wasserburg-Buchau
Bronzenadel: Oberitalien
Schuhe: Salzbergwerk Hallstatt
Korbboden: Wasserburg-Buchau
Schrägrandtopf: Unteruhldingen, Bodensee
Schrägwandgefäß: Wasserburg-Buchau
Tatoo: Hauslabjoch, Italien
Auch für Lehm- und Zwischenböden oder für Trennwände und deren Bemalung, gibt es archäologisch nachgewiesene Vorbilder. Übrigens: In der Bronzezeit kamen die ersten Berufe auf. Es kann also gut sein, dass auch im Hausbau bestimmte Arbeiten von darauf spezialisierten Personengruppen ausgeführt wurden.
Im Mittelpunkt der rekonstruierten Häuser aus der Bronzezeit stehen nachgebildete Szenen aus dem Alltag der Zeit vor 3000 Jahren. Dazu haben Künstlerinnen und Künstler um den renommierten britischen Illustrator Gerry Embleton, mit Figuren und Kleinmodellen das Leben in der Bronzezeit dargestellt.
Auch wenn es fiktive Szenen sind, erlauben sie doch den Einblick in eine Welt, die sowohl friedliche Handelskontakte, etwa zu Salzlagerstätten und Kupferbergwerken, als auch kriegerische Auseinandersetzungen kannte.