Holzbearbeitung
Nachhaltig und vielseitig

Haustyp: Einräumiges steinzeitliches Pfahlbauhaus (ca. 3500 v. Chr.), Stabsäulenbau.

Rekonstruiert: 1939, auf Basis von Ausgrabungen in Riedschachen 1 im Federseemoor, Aichbühl bei Bad Schussenried und Sipplingen, 1923–1930.

Es befindet sich zwar erst im Aufbau, doch in diesem Haus, stellen wir das steinzeitliche Holzhandwerk vor. In Ergänzung zum Entdecker-Parcours mit Baumtafeln, entsteht hier eine Vermittlungseinheit, die alltägliche Gegenstände aus Holz zeigen wird. Bäume, Sträucher, Gräser,  Weiden – im Umfeld einer Pfahlbausiedlung gab es ein reiches Angebot an natürlichen Materialien, die sich gut zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen eigneten. Nur, was genau haben die damaligen Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung damit angestellt? Und wie? Das Allzeitgefährt der Pfahlbaumenschen, der Einbaum, bestand aus Eichenholz. Wagen für die Überlandfahrt wurden aus verschiedenen Holzarten gebaut. Ebenso die Kompositschleife und der Pflug mit seinen austauschbaren Einzelteilen. Beide sind übrigens auch am Palisadenweg am Dorf und am SWR-Haus an Land ausgestellt. Bögen wurden aus dem Holz der Eibe hergestellt, Schalen aus Ahorn, Löffel aus Lindenholz, Bretter aus Weißtanne, Worfelschalen zum Trennen der Spreu vom Weizen aus Buche. Die Holme von Beilen mussten besonders stabil sein, deshalb bestanden sie aus zähem Eschenholz. Die Verwendung verschiedener Holzarten für bestimmte Werkzeuge und Gegenstände, spricht für die genaue Kenntnis der Eigenschaften der verschiedenen Hölzer. Und das schon vor Tausenden von Jahren.

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee
Freilichtmuseum und Forschungsinstitut
Strandpromenade 6 · 88690 Uhldingen-Mühlhofen
Text: Pfahlbaumuseum/G. Schöbel
Übersetzung: Pfahlbaumuseum/P. Walter

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