Geräte zum Fischfang
Für kleine und große Fische
Etwa 30 Fischarten leben im Bodensee. Eines reiches Nahrungsangebot also, das mit Geräten beschafft wurde, die sich bis heute kaum verändert haben. Mit Harpunen und Speeren gingen die Pfahlbaumenschen während der Laichzeit im Flachwasser auf die Jagd nach Hechten und Welsen. Mit Patschen aus Holz trieben sie ganze Fischschwärme an Fangtrichtern aus Pfahlreihen entlang in ihre Netze. Reusen aus Weiden erledigten die Arbeit fast von allein: Damit sich die Fische in die Reusen verirrten, mussten diese lediglich an den Hauspfählen ins Wasser gelassen oder an Pfählen am Ufer festgebunden werden. Im offenen Wasser eigneten sich Schwebnetze. Mit Netzschwimmern aus Baumrinde an der oberen und steinernen Netzsenkern an der unteren Kante versehen, hingen sie wie ein Vorhang senkrecht im Wasser – mit kleiner oder großer Maschenweite für kleine oder große Fische.