Vitrine Jagd
B1
Speerspitze | Feuerstein | 3000 v. Chr. | Sipplingen-Osthafen | APM
B2
Speerspitze | Bronze | 900 v. Chr. | Unteruhldingen-Stollenwiesen | APM
B3
Fischknochen | Hecht, Wels | 3000 v. Chr. | Wallhausen-Ziegelhütte | ALM
B4
Oberarm- und Beckenknochen | Frosch | 2850 v. Chr. | Schreckensee | ALM
Präparat eines Froschskeletts | APM
Was gibt’s zu essen?
Frosch am Spieß vielleicht? Alle essbaren Tiere an Land, im Wasser und in der Luft standen auf dem Speiseplan, und zwar komplett: vom Fett bis zum nahrhaften Knochenmark. Vogeleier in die Suppe gerührt oder angebraten gehörten auch dazu. Und manchmal eben Frösche. Vor allem im April und Mai tummelten sie sich auf den Feuchtwiesen in der Nähe der Pfahlbauten. Aber nicht nur tierische Produkte kamen auf den Teller. Wild wachsendes Gemüse, Nüsse, Beeren, Wurzeln und Pilze gab es auch. Und mit dem Ackerbau zogen Getreide und Hülsenfrüchte ins Vorratsregal. Was hast du heute schon gegessen?
Illustration: G. Embleton | APM
C1
Angelhaken | Geweih | 3800 v. Chr. | Unteruhldingen-Bayenwiesen, Unteruhldingen-Stollenwiesen | APM
C2
Querangeln | Knochen, Geweih | 3000 v. Chr. | Sipplingen-Osthafen | APM
Querangel
Die Querangel ist die wohl älteste Form eines Angelgeräts. Mit einer Teigkugel (a) oder einem kleinen Köderfisch (b) bestückt, wurden damit größere Fische wie Wels und Hecht (c) gefangen. Zieht der Angler an der Schnur, stellt sich der Haken quer und verkeilt sich im Fisch (d).
Illustration: nach J. Auler | APM
C3
Angelhaken | Bronze | 900 v. Chr. | Unteruhldingen-Stollenwiesen | APM
C4
Angelhaken, aufgebogen | Bronze | 950 v. Chr. | Hagnau-Burg | ALM
C5
Handangel, Angelhaken | Geweih, Bronze | 1000 v. Chr. | Bad Buchau-Wasserburg | APM
C6
Handangel, Angelhaken | Geweih, Knochen | 3800 v. Chr. | Wangen-Hinterhorn | APM
Ganz schön glitschig
Haben Sie schon einmal versucht, einen Fisch mit den Händen zu fangen? Für die Kinder der Pfahlbauer war das ganz normal. Es gab aber auch Hilfsmittel. Unterhalb der Pfahlbauten konnten Körbe oder lange Angelschnüre mit Ködern ins Wasser gelassen werden, um Fische zu fangen. Praktisch war die kleine Handangel: Ein spitzer Angelhaken, eine Schnur und ein Stück Holz oder Knochen, auf dem das Ganze aufgewickelt wurde.
Foto: Sunti | Shutterstock
C7
Schnurknäuel | Pflanzenfasern | 3000 v. Chr. | Schweiz | REM
C8
Fragment einer Reuse | Weide | 3900 v. Chr. |Bad Buchau-Tannstock | APM
Fischreuse
Korbreusen eigneten sich zum Fischfang im Flachwasser – auch im unmittelbaren Siedlungsbereich der Pfahlbauten.
Illustration: Penta Springs Limited | alamy
C9
Netzfragmente | Pflanzenfasern | 3900 v. Chr. | Robenhausen (Schweiz) | REM
C10
Netzfragment | Pflanzenfasern | 3900 v. Chr. | Horn-Hornstaad Hörnle | ALM
D1
Netzschwimmer | Pappelrinde | 2900 v. Chr. | Bodman-Weiler | ALM
D2
Netzfragmente | Pflanzenfasern | 3900 v. Chr. | Horn-Hornstaad Hörnle | ALM
D3
Netzsenker | Keramik | 3800 v. Chr. | Bad Buchau-Neuweiher | ALM
Stellnetze
Um ein Netz im Wasser zu stabilisieren, nutzen Fischer bis heute oben Schwimmkörper aus Holz und unten Gewichte aus Stein und eingekerbte Scherben.
Illustration: nach J. Auler | APM
D4
Harpunenspitze | Geweih | 1000 v. Chr. | Bad Buchau-Wasserburg | APM
Fischfang mit Harpune
Wurfspieße mit Widerhaken erleichterten die Jagd auf große Fische wie Hechte und Welse, die mit Angelhaken nicht so leicht gefangen werden konnten.
Illustration: G. Embleton | APM